| Francis Baily |
(28.4.1774-30.8.1844). Baily war einflussreicher Astronom und an der Gründung der Royal Astronomical Society 1820 beteiligt deren Präsident er lange Jahre war. Er erstellte mehrere Sternkataloge und beobachtete die Sonnenfinsternis von 1836 sehr genau. Das Phänomen der "Perlenschnur" wurde seitdem "Bailys Perlen" genannt. |
| Sir Thomas Brisbane |
(23.7.1773-21.1.1860). 1821 - 1825 Gouverneur von Neu-Süd-Wales. Zu Hause in Ayrshire hatte er sich 1808 eine Sternwarte gebaut, die er nach Rückkehr aus Australien wieder intensiv nutzte.
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| James Dunlop |
(31.10.1793-23.9.1848) Nach der Abreise Brisbanes aus Australien verließ
auch Dunlop 1828 das Observatorium. Er arbeitete zunächst wieder
als Assistent in Brisbanes Privatsternwarte im schottischen Makerstoun
bis er 1831 anstelle Rümkers zum Leiter des Paramatta Observatoriums
ernannt wurde. Mit dem neuen Durchgangsinstrument und dem alten Mauerquadranten
der Sternwarte beobachtete er tausende von Sternpositionen, ohne die Daten
jedoch weiter rechnerisch zu reduzieren. Als Captain Ross im Juli 1841
in New-South Wales eintraf und in Paramatta sein Schiffschronometer angleichen
wollte, erlebte er ein Desaster. Die Sternwarte war in einem grauenvollem
Zustand und als die Admiralität kurze Zeit darauf die Beobachtungsbücher
anforderte, waren viele bereits durch Termiten zerfressen und nicht mehr
benutzbar. |
| Peter Heywood |
1772-1831. Heywood trat mit 14 in die Royal Navy ein und eine seiner
ersten Fahrten war unter William Bligh nach Tahiti. Nach der Meuterei
blieb Heywood mit 13 anderen auf Thaiti und wurde 1792 festgenommen und
nach England gebracht. Dort wurde er zum Tode verurteilt und nach Einspruch
begnadigt. 1803 wurde er erster Offizier und erhielt 1813 das Kommando
für die Montague bis diese 1816 in England abgewrackt wurde. Wegen
seiner schwachen Gesundheit blieb Heywood im Hydrographischen Institut
der Admiralität. Er starb 1831. |
| Lilienthal |
In dem 800-Seelen-Dorf Lilienthal unterhielt
der Amtmann Johann Hieronymus Schroeter (1745 - 1816) eine Privatsternwarte.
Als Assistent wurde ihm von Wilhelm Olbers Bessel empfohlen. |
| Wilhelm Olbers |
(1758 - 1840), im Hauptberuf Arzt, im Nebenberuf Astronom. Olbers gehörte
zu den großen Astronomen" der damaligen Zeit. |
| Paramatta Observatory |
Dunlop hat anschließend 16 Jahre in Paramatta gearbeitet und
das Observatorium in den Ruin gewirtschaftet. Als Kapitän Ross
mit seinem Schiff HMS Erebus" 1846 in Sydney vor Anker ging
und seine Chronometer zur Prüfung nach Paramatta brachte, war er
so entsetzt über die dortigen Zustände, daß er einen
Bericht an die Admiralität verfaßte. Ein Jahr später,
1847, erschien die Prüfungskommission, um die Empfehlung auszusprechen,
die Sternwarte umgehend zu schließen, was auch geschah. Dunlop
beantragte seine Entlassung und starb im September 1848. Die Instrumente
der Paramatta-Sternwarte wurden eingemottet und das Gebäude verfiel
in kurzer Zeit - auch unter Mithilfe der Termiten.
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| Sir James South |
(Oct.1785 - 19.10.1867). Mitglied der Royal Astronomical Society. Er erarbeitete mit John Herschel einen Katalog über Doppelsterne. South war in mehrere Gerichtsverfahren mit dem Instrumentenmacher Troughton involviert. Er beschuldigte Troughton ihm ein nicht funktionsfähiges Gerät geliefert zu haben und wollte nicht zahlen verlor aber vor Gericht. In einem Wutanfall zerstörte South daraufhin das Instrument. |