Kometen

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Kometen sind kleine Brocken bis zu wenigen km Durchmesser. Die Kometensonde Giotto, die sich Halley am 13. März 1986 bis auf 2730 km näherte, stellte fest, daß Halley eine lockere Struktur aus Eis, Stickstoff und Kohlendioxid aufweist. Er ähnelt einem großen schmutzigen Schneeball.

Kometen scheinen ihren Ursprung aus zwei Regionen unseres Sonnensystems weit außerhalb der Bahn Plutos zu haben. Der holländische Astronom Jan Oort fand heraus, dass in Entfernungen zwischen 30.000 und 100.000 Astronomischen Einheiten (1 Astronomische Einheit = 149,5 Mio km) nahezu unveränderte Urmaterie, aus der unser Sonnensystem entstanden ist, wie eine Kugelschale um die Sonne zu liegen scheint. Dieser Bereich wird „die Oortsche Kometenwolke" genannt. Aus diesem Bereich stammen vor allem die nicht wiederkehrenden Kometen, wie z.B. Hale-Bopp aus dem Jahr 1997. In unregelmäßigen Abständen lösen Störungen, verursacht z.B. durch Nachbarsterne, einige dieser Klumpen ab, die dann langsam auf die Sonne zuspiralen wo sie entweder verdampfen oder auf Nimmerwiedersehen ins All hinausgeschleudert werden. Ein zweiter Bereich des Kometenursprungs ist der "Kuiper-Gürtel", der weit ausserhalb der Pluto-Bahn in der ekliptikalen Ebene liegt und wohl ein Überrest der Planetenentstehung darstellt. Aus diesem Gebiet stammen die periodischen Kometen, die in die Nähe der größeren Planeten auf Ellipsenbahnen mit sehr kleinen Wiederkehrzeiten abgelenkt werden. Halley gehört in diese Gruppe.

Die Periode von Kometen kann zwischen wenigen Jahren und bis zu Zehntausenden von Jahren betragen.

Beim Annähern an die Sonne heizt sich die, der Sonne zugewandte Seite des Kometen auf, so daß die leicht flüchtige Materie, aus der der Komet besteht, abdampft. Der Sonnenwind, d.h. der Strom geladener Teilchen aus Richtung der Sonne, drückt diese abgelösten Gas- und Staubteilchen des Kometen z.T. mehrere hundert Millionen Kilometer in den interplanetaren Raum hinaus. Der Schweif eines Kometen zeigt daher immer von der Sonne fort, genauso wie der Sonnenwind die Kometenmaterie mitreißt. Der Schweif deutet nicht die Flugrichtung des Kometen an, denn außer den Teilchen des Sonnenwindes ist der interplanetare Raum nahezu ein perfektes Vakuum - jedenfalls viel zu dünn, um der Schweifmaterie einen ernsthaften Widerstand entgegenzusetzen. Häufig bildet ein Komet zwei unterschiedliche Schweife aus, der eine besteht aus Gasen des Kometen, er ist meist langgestreckt und gerade, der andere häufig stärker gekrümmte Schweif besteht aus Staubanteilen des Kometen.

Da der Komet in der Regel relativ klein ist, genügen oft wenige Umläufe um die Sonne, um ihn aufzulösen. Bricht ein Komet nach mehreren Umläufen auseinander, weil u.a. auch seine Dichte abnimmt, dann verteilen sich kleine Bruchstücke häufig entlang der ehemaligen Umlaufbahn. Passiert die Erde diese Bahn - dies geschieht dann immer zur gleichen Jahreszeit - treten manche der winzigen Reststücke in die Erdatmosphäre und verglühen. Diese Meteoritenschauer haben Namen wie Perseiden (12.August), Leoniden (7. November) oder Geminiden (14. Dezember) entsprechend den Sternbildern, in denen sie verstärkt auftreten.