Hermann Wahn
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Hermann Wahn (16.1.1678-11.3.1747), der Dritte Kalenderschreiber nach Johann Henrich Voigt, beschäftigte sich mit einer Vielzahl von Interessengebieten. Er war Theologe, betrieb alchemistische Forschungen, arbeitete über die Astronomie genauso wie über die Astrologie und erteilte Unterricht in Rechnen, Schreiben, Buchhaltung und Musik.
Im Alter von 15 erhielt Wahn die Gelegenheit, beim Lehrer Albert Kohl die umfangreiche Hausbibliothek zu benutzen. Kohl schien starke Neigungen zur Astronomie und Naturgeschichte gehabt zu haben, denn Wahn konnte sich aus seinen Büchern grundlegende Kenntnisse in diesen Fächern erwerben. 1690 gehörte Wahn zu den ersten Mitgliedern der Kunstrechnungsliebend Societät".
Am 6. Dezember 1725 wurde er am Johanneum zum Schreib- und Rechenmeister erwählt, ab 1729 wurde er Mathematik lehrer an der Michaelis-Kirchschule. Diese Anstellungen behielt er bis zu seinem Tod am 11. März 1747.
Mit Adelungk und Halcke bearbeitete Hermann Wahn die Vielzahl der von Johann Henrich Voigt hinterlassenen Kalender in wechselnder Folge. Die Kalender wurden in nahezu unveränderter Form geführt. Auch die Anordnung der Texte im Anhang blieb erhalten. Über die Arbeit eines Kalenderproduzenten berichtete Halcke in einer kurzen Episode:
| Ob nun zwar ein Calender ein kleines und geringschätziges Wercklein ist; So erfordert es doch nicht eine geringe Mühe, den Lauff des Himmels auff ein gantzes Jahr zu calculiren, und auff alle Tage in Ordnung zu stellen. Die sogenannten Curiositäten sind mehrentheils aus guten Büchern, zum Theil aber aus eigener Erfindung hinbey gefüget." |
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