Die Kalender Johann Henrich Voigts
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Voigts Kalender enthielten weniger astronomische als vielmehr astrologische „Prognostica" etwa in Bezug auf die Medizin, das Wetter usw.. Natürlich war klar, daß eine größere Abhandlung folgte, sobald ein Komet über dem Hamburger Raum gesehen wurde. Die Kalender der folgenden Jahre beschrieben dann, welch schreckliche Auswirkungen der Komet gehabt hatte, weswegen er erschienen war und was noch kommen würde.

 

Sonnenfigur von Johann Henrich Voigt im Historien-Calender 1691. In Abhängigkeit der Tageslänge in Stunden (im oberen Kreissystem auf der Mittagslinie notiert; 7 bis 17 Stunden) kann auf dem unteren Kreis abgelesen werden, wann die Sonne auf- bzw. untergeht. Z.B. bei einem 14 stündigen Tag, geht die Sonne kurz vor 5 Uhr auf und kurz nach 7 Uhr abends unter.

20-jährige Prognostica waren bei Voigt keine Seltenheit.

Manche Kalender enthielten auch astronomische Informationen. Diese bestanden beispielsweise aus Bemerkungen über den Abendhimmel wie der folgenden:

 

Februar 1672

Stern-Betrachtung

Saturnus verbirgt sich des Abends unter der Sonnenstrahlen, Jupiter wird meist die gantze Nacht gesehen, Mars gehet früh nach drey Uhren auff, Venus funckelt klar und schön in der Morgenröthe, Mercurius ist unter der Sonnstrahlen verborgen."

Finsternisberechnungen gehörten ebenso regelmäßig zum Repertoire der Kalenderschreiber. Gelegentlich wurde die Figur der Finsternis mit abgedruckt.

Einige der astronomischen Texte sind Fundgruben über das zeitgenössische Verständnis des Weltbildes und der Wissenschaften.

Durch die vielen Kalenderserien Voigts steht eine Vielzahl unterschiedlichster Berichte zur Verfügung.

Bedenken wir dabei, daß sich diese Serien nicht immer gegenseitig ablösen, sondern vielfach neben einander hergehen, so wird die reiche Lebensarbeit dieses Mannes ins rechte Licht gerückt."

schrieb Theobald Bieder 1929 als er die Hamburgischen Kalender aufarbeitete.

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J.H. Voigt