Umweltschutzgruppe Physik-Geowissenschaften


Wolfgang Morell


Portrait

Kinofilme

Bilder

"Beispiel Elbe"

D 1981, Wolfgang Morell, 110 min. 

Beschreibung der Filme mit damaligem Premierentext: 

Der Film zeigt die industrielle Entwicklung im Unterelberaum auf, trägt die Voraussetzungen dieses gigantischen Umwälzungsprozesses zusammen und läßt vor allem Betroffene zu Wort kommen, die von dem Industrialisierungsprozeß geschädigt sind. Die letzten Elbfischer stehen als Hauptbetroffene im Mittelpunkt des Films. "Da gibt es keine Alternative zu, ob das die Nordsee ist oder der Atlantik. Wasser ist keine Müllkuhle." (ein Fischer). 



"Projekt Moorburg - Zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam es bisher nicht"

D 1982, Wolfgang Morell, 80 min. 

Beschreibung der Filme mit damaligem Premierentext: 

Moorburg ist ein Dort mit 1200 Einwohnern und liegt an der Elbe. Seit über 800 Jahren gehört es zu Hamburg und lieferte landwirtschaftliche Produkte in die Hansestadt Hamburg. Nach den Plänen des Hamburger Senats soll Moorburg der Hafenerweiterung weichen, wie schon das Nachbardorf Altenwerder. Die Räumung und der Abriß des Dorfes werden begründet mit ökonomischem Wachstum. Bis heute ist man jedoch den Moorburger Bürgem auch nur den Ansatz eines Versuches schuldig geblieben, die Richtigkeit dieser Argumentation nachzuweisen. Das Ganze nennt sich Flächenvorsorge für Pläne, die es noch nicht gibt und die vielleicht in 15 Jahren vorgelegt werden. 

Tatsache ist, daß Moorburg seit über 30 Jahren mit giftigem Sand und Schlick vollgespühlt wird, der durch die künstliche Vertiefung der Elbe anfälft. Landwirtschaftlich wertvolle Gebiete mit hoher Lebensqualität sind durch diese Eingriffe bedroht. 

Der Film zeigt: 

Einen Landwirt der pflügt, Vieh wiegt und auf Wohnungssuche ist. Einen Behördenvertreter, der gute Umsiedlungskonditionen anbietet. Einen anderen, der 800 Hektar Hafenfläche und Spülflächen sucht. Moorburger mit ihren nicht nur alltäglichen Sorgen. usw. Weitere Úberraschungen werden geboten. 



"Wasserzeichen"

D 1985, Wolfgang Morell, 74 min. 

Beschreibung der Filme mit damaligem Premierentext: 

Der Film beschreibt die Norddeutsche Affinerie, Europas größte Kupferhütte, und die studentische "Umweltschutzçruppe Physik/Geowissenschaften" an der Universitât Hamburg. Bei deren paralleler Darstellung werden Bezüge zueinander zu Konfrontationen. Die Kupferhütte verschmutzt Gewässer durch ihre Produktion, und die Gruppe mißt und deckt diese Umweltverschmutzung auf. Nicht nur die Ursachen von Qualität und Quantität bzw. Ökologie und Ökonomie in unseren hochentwickelten Industrienationen brechen dabei auf, sondern auch unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensweisen werden sichtbar. 

Bei der Verknüpfung der verschiedenen Ebenen übernimmt das Element Wasser in natürlichen und unnatürlichen Zusammenhängen eine tragende und verbindende Rolle. 




"Im Zeichen des Wassers"

D 1994, Wolfgang Morell, 80 min. 

Beschreibung der Filme mit damaligem Premierentext: 

Natürlich wissen wir viel über Wasser. In der Physik, Chemie und Biologie wird das Basiswissen über die Eigenschaften des Naturstoffes Wasser bereitgestellt. Aber Wasser kann nicht auf eine Formel wie H20 reduziert werden. Wasser ist in erster Linie ein Element des komplexen, selbstorganisierten, nichtlinearen Systems Natur. Wasser tritt aus der Erde als Quelle oder fällt aus den Wolken, bewegt sich als Fluß, steht als See, ist in ewiger Ruhe und endloser Bewegtheit das Meer. Es verwandelt sich zu Eis oder zu Dampf; es bewegt sich aufwärts durch Verdunstung und abwärts als Regen, Schnee oder Hagel; es fliegt als Wolke. Es ist die Kraft, die die Erde befruchtet. Es rauscht, sprüht, gurgelt, spritzt, gluckert, wirbelt, stürzt, brandet, rollt, rieselt, zischt, wogt, sickert, kräuselt, murmelt, spiegelt, quillt, tröpfelt.... Es ist farblos und kann alle Farben annehmen. Es ist formlos, paßt sich jeder Fornt an; es ist weich, aber stärker als Stein. So bildet es Formen: Täler, Küsten, Grotten. Es gestaltet Landschaften und Lebensformen - auch durch extremen Mangel wie in der Wüste. 

Das filmische Essay über Wasser zeigt dieses Wasser. Das Wasser präsentiert sich dabei in der Vielfalt seiner Erscheinungsformen, seinen spezifischen Aggregatzuständen, durch Gezeiten, in seinem Rhythmus durch die Jahreszeiten und in Korrespondenzen, zu anderen Naturformen. 

Der Film verzichtet auf die Stütze des gesprochenen Wortes, den Kommentar, die Erklärung. Die "Eigenschaften des Wassers" drücken sich hier in Bildern und Tönen aus. Die eigens für diesen Film komponierte Musik sowie die Wassergeräusche kommentieren den Film - abwechselnd oder zusammen - auf ihre eigene Art. 


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März 2007