Umweltschutzgruppe Physik-Geowissenschaften


Wolfgang Morell

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Umwelt und Wasser - Ein Leben auf Film

Angefangen als klassischer Dokumentarfilmer entwickelte Wolfgang Morell seine ganz eigene Bildsprache. Er nannte seinen letzten Film "lm Zeichen des Wassers" ein Filmessay. Es ist ein Film nur aus Bildern und Musik. Er verzichtet bewußt auf das Wort, den Kommentar. 

ln diesem Film läßt er "sein Medium" - das Wasser - zu Wort kommen. Der Film ist eine Komposition, die die Formenvielfalt des Wassers in seinen Kreisläufen visualisiert. Die Betonung liegt auf dem Wachsen, der Ruhe, der Stetigkeit der Kraft, die in diesem Element enthalten ist. Es geht Morell nicht mehr darum, mit erhobenem Zeigefinger auf umweltpolitische Mißstände hinzuzeigen. 

Er will die Natur in ihrer Schönheit und Erhabenheit zeigen - und zwar aus einer normalen, nachvollziehbaren Perspektive. Es geht Morell um eine Stärkung der Wahrnehmung, um die Liebe zur Natur und somit um die Eigenverantwortlicheit beim Erhalt der Natur. Aus all diesem kann der Zuschauer eigene Energie schöpfen. Darin schlummert natürlich auch der politische Aspekt dieses Filmes. 

Morells Entwicklung zeigt einen abnehmenden didaktischen lmpetus und einen zunehmend ästhetischen Anspruch. Was er anstrebt sind schöne Bilder, reine Klänge, gute Musik. Eine Harmonie von allem zusammen. 

Von seinen filmerischen Vorbildern Joris lvens, Jean Rouch und Johann van der Keuken, deren Werke er bei seinem Studium an der HfBK schätzengelernt hat, hatte er sich mittlerweile freigemacht. 

Antriebsmotor all seiner Filmarbeit war seine Liebe zur Natur, besonders zum Wasser, und zum Leben. 

Er starb am 11. Oktober 1997 an einer schweren Krankheit. 

Die Filme:

"Beispiel Elbe - Zerstörung eines Lebensraums"
"Projekt Moorburg "
"Wasserzeichen"
"lm Zeichen des Wassers"

März 2007